Hodel meets Hodler

Das Projekt

Dieses Projekt entstand aus dem Versprecher von anderen. Ich wurde immer wieder mit «Frau Hodler» anstatt Hodel angesprochen. Die Werke wurden exklusiv für die Galerie Malte Frank in Zug hergestellt und erstmalig auch dort gezeigt.

Das brachte mich dazu, die Bilder von Ferdinand Hodler genauer zu betrachten. Ich wollte wissen, wer denn dieser Hodler eigentlich ist, und was er gemalt hatte. Seine Werke begeisterten mich und ich musste feststellen, dass er ein ganz Grosser war und noch immer ist. Beim Studium seiner Werke stellte ich fest, dass er auch viele Bildnisse gemalt hatte. In seinen Bildnissen sah ich immer wieder grosse Ähnlichkeit mit Freunden und Bekannten, ja sogar Familienmitgliedern. So ward die Idee geboren, Hodlers Bildnisse ins 21. Jahrhundert zu holen und diese, manchmal mit einem Augenzwinkern, neu zu interpretieren. Aus einer Idee wurde dann das Projekt. Ich nahm Menschen aus meinem Umfeld und malte Hodlers Motive mit ihnen nach, jedoch in meinem Stil. Mein Stil ist das expressionistische Spachteln in Öl auf Leinwand kombiniert mit Pop-Art und Realismus. Grobe Strukturen gemischt mit detaillierten Pinselstrichen.

 

Für ein besseres Verständnis welche Werke interpretiert wurden, finden sich nach den jeweiligen Werbeschrieben die Originalwerke von Hodler.

 

wild!

Bei der wild! Serie geht es um die animalische Seite in uns. Wir leben sehr angepasst und zivilisiert – aber trotzdem haben wir noch das Archaische in uns. Diese Urgefühle dringen auf die eine oder andere Art ans Licht. Sei es beim Streiten, bei der Arbeit oder wenn wir alleine sind.

Mir fällt auf, dass viele Junge wie auch Ältere sich versuchen auf die eine oder andere Art zu beweisen. So gehen Sie zum Beispiel ins Fitness Center und “pumpen” ihren Körper auf – ich denke, dass hat damit zu tun, dass sie sich mehr als Mann fühlen möchten, da sie dies im Alltag nicht wirklich tun. Solche und andere Situationen haben mich inspiriert das “Wilde” in uns mit Hilfe von animalischen Zügen, wie z.B. Hörner sichtbar zu machen.

Auch von meiner eigenen wilden Seite ist einiges in die Serie geflossen.

Behind the mask

Wir lächeln, es geht uns gut – so scheint es jedenfalls. Aber was ist wirklich in uns los, was wäre, wenn wir unsere wirklichen Gefühle nach aussen tragen würden? Was sähen wir? Sind wir wirklich so glücklich?

Frauen

Frauen sind immer wieder ein Thema. Ob als Selbstreflexion oder Beobachtungen im Aussen – mich fasziniert das Malen von Menschen und die Gefühle transparent zu machen. Immer wieder kommt es vor, dass ich jemanden sehe, den ich gerne malen möchte. Schön, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt. Noch schöner, wenn sich das Ergebnis sehen lassen kann.

lips – Lippen – der untere Teil des Gesichts

Wie drückt man Gefühle aus, wenn man nur den unteren Teil des Gesichts sieht – also die Augen weglässt? Welche Wirkung erzielt man damit und was wird interpretiert?

Das sind die Fragen, die mich beim Schaffen dieser Bilder beschäftigten. Spannend war das Resultat und die Rückmeldungen dazu, denn oftmals werden Lippen mit Sinnlichkeit gleichgesetzt und das ursprüngliche Gefühl verschwindet.

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Schattenseiten

Schattenseiten sind in der deutschen Sprache nicht nur die Stellen in denen man im Sommer Abkühlung finden kann – viel mehr sind es die dunklen Seiten im Leben, das was einen Schatten auf einem oder die Seele wirft.  Ich durfte mich anlässlich einer Themen bezogenen Ausstellung damit befassen. Es war nicht einfach sich damit auseinander zu setzen – gewisse Bilder gingen an die eigene Substanz und berührten mehr als andere während dem Malen.